Montag, 16. Mai 2011

Frisööööööööööööör

Warum sieht Meg Ryan mit struppigem Haar süß aus und ich bloß, als hätte ich in ne Steckdose gefasst?



Das sind so die Fragen, die die Frau von heute bewegen.
Also mich.
Ein weiteres Rätsel: Warum wäscht man sich die Haare kurz BEVOR man zum Friseur geht und einem dort wieder die Haare gewaschen werden? Und dann noch ein drittes Mal NACH dem Friseurbesuch, weil die Haarfussel sonst so kratzen und jucken und so?

So lange es irgendwie geht, drücke ich mich vor Friseuren. Ist ungefähr genauso schön, wie Zahnarzt. Nur muss ich beim Zahnarzt nie so lange warten...
Tja, aber dann kommt dieser Meg Ryan Moment. Der Spiegel enthüllt: Nee... geht gar nicht mehr.
Und dann muss man.
Also ich.

Mein größtes Problem:
Ich krieg scheinbar nie so recht erklärt, wie ichs gerne hätte... Jedenfalls komme ich regelmäßig heim und habe das dringende Bedürfnis, nur noch mit Pudelmütze rum zu laufen. Vokuhila, Mirelle Mathieu... einmal sah ich sogar aus wie Hugh Grant! Meg Ryan und Hugh Grant. Haben die eigentlich mal zusammen in nem Film gespielt?

Zurück zum Thema: Ich finde mich in der Regel scheußlich, wenn ich den Friseur verlasse.

Zweites Problem:
Ich hasse Smalltalk mit Leuten, die das beruflich tun. Der Stimmung wegen. Und wegen des Trinkgeldes.
Ich vergrabe mich hinter Zeitschriften, bringe Bücher mit. Ich stelle mich schlafend... Es hilft nix.
Es kommen immer so tolle Gesprächsaufhänger wie: "Und? Wo fahren Sie dieses Jahr in den Urlaub hin?"
Oder: "Das Wetter ist ja heute wieder ganz schön...."

Ich bleibe einsilbig. Auch heute. Die Dame lässt nicht locker und ich frage mich, ob ich nicht plötzliche Heiserkeit miemen soll. Mach ich natürlich nicht.

Drittes Problem:
Ich habe sehr dickes Haar. Schon immer.
Aber jede, wirklich JEDE Friseurin möchte mich nochmals gesondert darauf aufmerksam machen.
"SIE haben aber dickes Haar!"
"Jo."
"Da hat man ja richtig was in der Hand!"
"Jepp."
"Wirklich, das ist ja enorm..."


Manchmal frage ich mich, ob die das auch mit nicht so dicht besiedelten Köpfen machen.
"Huch, da ist aber nicht mehr viel drauf!"
"Jo."
"Das lohnt ja kaum den Friseurbesuch!"
"Jepp."
"Wirklich, da ist kaum mehr was zu sehen..."

Muss Meg Ryan sich so´n Zeug auch anhören?

Diesmal bin ich vorbereitet hingegangen:
Mit Foto!
SO solls nachher aussehen!
Außerdem habe ich SPIEGEL gelesen. Das ist quasi die Prophylaxe gegen Smalltalk.
Andererseits könnte man ja auch durchaus die Vorzüge von Obamas Frisur abwägen. Oder Frau Merkels Wandlungen im Laufe der Jahre kommentieren.
Stattdessen werde ich gefragt, ob ich mir

a) noch die Wimpern färben lassen will?
b) die Augenbrauen gezupft werden sollen?
c) ich ein überteuertes Pflegeprodukt gegen mein "Feuchtigkeits-bedürftiges Haar" erwerben möchte?

"Nö!"

Und dann, nach einer Stunde Wartezeit und etwa 30min Schnippelprozedur ("Oh, da geht ja ordentlich was runter!") ist es geschafft. Ich murmle was von: "Meine Kinder kommen gleich aus der Schule!"
 (Was auch stimmt!) und bezahle flott. Damit ich dann fluchtartig und mit nassen (!) Haaren den Friseursalon verlassen kann.

Im Auto rubble ich mir die Haare so gut es geht trocken und betrachte das Werk.
Hey! Gar nicht so übel! Fast haargenau so, wie ichs wollte!

Als ich meinem Sohn zu Hause die Tür öffne und ihm den Schulranzen abnehme, schaut er mich erstaunt an.
"Wie siehst DU denn aus? Das hat mir vorher aber VIEL besser gefallen!"
Tja, Männer stehen eben auf Meg Ryan.




Quelle:
http://imageshack.us/photo/my-images/137/megryan2tb9.jpg/

Kommentare:

  1. Smalltalk - schrecklich!
    Haarfussel hab ich danach keine, weil ich mir die Haare föhnen lasse (Pauschalpreis für Waschen/Schneiden/Föhnen).
    Mich nervt immer am meisten, dass man mich mindestens 3 (in Worten DREI) Mal fragt: "Ist das Wasser recht so?" *aaaargh*

    Und der Mister guckt immer kurz drüber und murmelt dann sowas wie: "Ja ok... sieht sicher gut aus, wenn du sie wieder selbst gestylt hast..." *grins*

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  2. du hast mir soeben ein lächeln auf die lippen gezaubert. nein, es war eher ein dauerlächeln ;) und ich hab mich in einigen punkten erkannt. warum gehen frauen gern zum friseur - werd ich nie begreifen. ich sehe das als notwendig, aber zeitverschwendung. weshalb ich mir frisuren raussuche, mit denen ich diese prozedur so lang wie möglich aus dem weg gehen kann. nur bin ich in einer sache definitiv anders: ich wasche meine haare weder zuvor, noch danach (aber keine sorge, sie sind jetzt auch nicht triefend und stinkend).

    lg dani - und schau dir mal aktuelle meg ryan bilder an. dann weißt du,w arum du NICHT so aussehen willst wie sie ;)

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  3. Ich freue mich ja immer, wenn nach einem Friseurbesuch meine Kurzhaarfrisur auch endlich wieder so genannt werden kann und das Grau mit Strähnen wieder minimiert worden ist.
    Aber ich hasse nichts mehr als diese Zeitverschwendung von ca. 2,5 Stunden und zögere den Friseurbesuch möglichst lange raus.
    Ja, ich wasche vorher und nachher. Vorher, damit kein Schaumfestiger, Haarspray (weil ohne konnte man es keine Frisur mehr nennen) die aufgetragene Farbe vom Haar trennen kann und danach, weil ich in über 5 Jahrzehnten nicht einmal zufriedenstellend frisiert aus dem Laden gegangen ist.
    Das mit dem Schnitt klappt mittlerweile, aber nur wenn meine langjährige Friseurin nicht gerade einen schlechten Tag hatte.
    Und mein Mann und ich haben Meg Ryan (ich fand die Frisur auch supertoll) immer furchtbar gern gesehen bis sie hat an sich schnippeln lassen.
    Nee, nee - nicht die Haare, sondern im Gesicht...:(((.

    Glg, Ina

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  4. :-)))
    Ich lebe in Taiwan. Hier liegt man beim Haare waschen und wenn es nicht gerade ein westlicher Salon ist, dann werden die Haare NACH dem Schneiden gewaschen. Eine ordentliche 20 Min. Kopfmassage ist inkludiert.

    Zu deinem Problem mit dem Aussehen: Meine Cousine hat einen Salon. Früher schnitt sie mir immer die Haare. Meistens mäkelte ich am Ende am Aussehen herum. Irgendwann platzte ihr einmal der Kragen und sie antwortete ganz entnervt: " Tut mir leid, aber Gesichtsoperation kann ich dir keine machen!"

    Viel Spass beim Frisör ;-) - Tina

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